Prolog

Uhren tickten in einer Werkstatt während der Regen und der Wind an die Fensterscheiben prasselten. 
Ein alter Mann mit grau-schwarzem Dreitagebart und einer Lupenbrille widmete sich einer Taschenuhr.
Das Ticken der Uhren schien einen Rhythmus zu haben, der dem alten Mann offensichtlich gefiel.
Immer wieder sah er auf und lächelte beim Anblick seiner vielen verschiedenen zeitmessenden Schätze.
Der alte Mann summte gern bei der Arbeit und hörte nur damit auf um einen Schluck Tee aus einer ziemlich alten Tasse zu nehmen.
Doch auf einmal spürte er einen kalten Luftzug und hörte wie der Wind die nassen Regentropfen auf den hölzernen Fußboden seiner Werkstatt trieb.
Er räusperte sich und sprach "Was verschafft mir die Ehre?". Gleichzeitig ließ er seinen Blick nicht von der Taschenuhr.
Eine dunkle Gestalt mit glühenden roten Augen trat näher an den alten Mann heran.
"Du weißt was ich will!", sprach die Gestalt mit eindringlicher Stimme.
Der alte Mann seufzte, legte sein Werkzeug beiseite und schob die Gläser seiner Lupenbrille bedeutungsvoll langsam hoch.
Er drehte sich zu der Gestalt um und sprach "Ich sagte es Dir bereits einmal mein lieber Rabenkönig. Du tätest gut daran Deine Schatten und Monster zu regieren und mich nicht zu behelligen. Und nun nimm Dein Gefolge und verlass mein Haus!"
Der Rabenkönig fing an zu grinsen, so dass seine Zähne weiß aufblitzten.
"Ist das die Art wie man mit seinen Kindern umgeht, Vater?", sagte er süffisant durch sein Lächeln hindurch.
Die Miene des alten Mannes verfinsterte sich.
"Du bist nicht mein Sohn!", schrie er los. "Du bist nichts weiter als dunkle Magie, die ich zum Leben erweckt habe als ich das schwarze Buch schrieb!"
"Schau an!", lachte der Rabenkönig. "Der Herr der Zeit hat Temperament!"
Er ging langsam und aufreizend schweren Schrittes um den alten Mann herum.
"Deine Zeit ist abgelaufen", flüsterte er dem Herrn der Zeit zu.
Der Herr der Zeit lachte lauthals auf und der Rabenkönig lachte mit.
"Diese Macht besitzt Du nicht.", sagte er und schaute den Rabenkönig eindringlich an.
"Ich nicht....", sagte der Rabenkönig leise und bedrohlich. 
"Aber er!"
Langsam betrat eine weitere Gestalt die Werkstatt.
"Hallo, Herr der Zeit", sprach die Person, die ein unerträglicher Schwefelgeruch begleitete. 
Der alte Mann riss erschrocken die Augen ganz weit auf und sagte "Zum Teufel mit Dir".


Fortsetzung folgt....